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toskana

Naturreservate

So vielfältig wie das Land, ist in der Toskana auch das Angebot an sehenswerter Nationalparks. Für Wanderfreudige sowie auch für Familien sind diese wunderschön angelegten und gepflegten Parks eine willkommene Abwechslung. Streng nach den ökologischen Prinzip aufgebaut, bieten die einzelnen Anlagen und Naturreservate Platz für seltene Pflanzen und Tierarten.

Einen besonderen Nationalpark stellen die Alpi Apuane dar, die mit ihren Felsformatierungen und Felsplateaus an Gebirgszüge erinnern, aber dennoch leicht zu erkunden sind. Von den Hochplateaus hat der Wandernde eine bezaubernde Aussicht auf die grünen Täler der Marmorberge.

Ein Naturschutzgebiet besonderer Art bilden die zum toskanischen Archipel gehörenden Inseln, die der Region vorgelagert sind. Auf den sieben Inseln findet man Feuchtbiotope, urwüchsige Landschaften sowie eine besonders erwähnenswerte Unterwasserkulisse.

Die grüne Lunge der Toskana, den Foreste Casentinesi Parco, findet man an der Grenze der Region zu Emilia Romagna. Hier erstreckt sich über ein wahrlich gigantisches Arenal die wohl unberührteste Vegetation inmitten riesiger Baumbestände. Unterbrochen wird diese grüne Oase von kleinen Klöstern und Einsiedlerhöfen.

Das private Naturschutzgebiet Oasi di Bolgheri findet man nahe der gleichnamigen Stadt in unmittelbarer Nähe der Küste, und ist das erste Feuchtgebiet Italiens, dass der internationalen Organisation WWF für Tier und Naturschutz zur Verfügung gestellt wurde. Zahlreiche bedrohte Tierarten, die diesen Lebensraum bevorzugen und benötigen, finden hier eine einmalige Rückzugsmöglichkeit.

In den Naturschutzgebieten des Parco Maremma findet man eine typische Mittelmeer Flora, die Lebensraum für Rotwild sowie auch für Schwarzwild bieten. Aufgrund der kontinuierlichen Jagd sowie der Ausbreitung des Tourismus reduzierten sich die ehemaligen Rückzugsmöglichkeiten sowie auch die Bestände nennenswert. Hier haben auch die bekannten Pferde der Toskana sowie die zahlreichen Rinderherden ihre Sommerweiden. Oftmals bietet sich daher dem Wandernden ein Bild, unbeschwerter Lebensfreude der genannten Tierarten.

Den wohl abwechslungsreichsten Park verschiedener Ökosysteme findet man auf dem 24.000 Hektar großen Parco di Migliarino nahe Pisa. Hier findet man Wälder und Pflanzen, die sich auch auf dem gängigen Schwemmboden behaupten und hier fest verwurzelt sind. In malerischer Küstenkulisse gebettet, kann der Reisende hier die Unberührtheit genießen und eine wundervoll erfrischende Luft einatmen.

Text von Claudia Schleicher